Hilfstransporte + Waisenhilfe e.V. Haldenhof 1 72202 Nagold-Mindersbach  07452 6003681 Montag - Freitag 8.00 Uhr - 12.00 Uhr
Die Kinder von Silivas
Rund zehn Kilometer von Ocna Mures (in Siebenbürgen) entfernt liegt der Ort Silivas. 40 kleine Hütten aus Lehm –  10, 15, höchstens 20 Quadratmeter groß. Viele Dächer sind nur mit Plastikfolien gedeckt. In den Hütten leben neun, zehn oder auch elf Personen, die meisten sind Kinder. 300 bis 400 Menschen sollen in Silivas leben. Die Hütten sind ohne Wasser, ohne Sanitäranlagen und meistens ohne Strom.
Seit der Salzabbau eingestellt wurde, gibt es für die Menschen hier keine Arbeit mehr. Eigenes Land haben sie nicht. Der Boden, auf dem ihre Lehmhütten stehen, gehört dem Staat Rumänien. Es ist unfruchtbares Land, deshalb werden die Menschen hier geduldet. Niemand kümmert sich um sie und deshalb weiß auch niemand, wie viele hier leben.
Im Juli 2015 haben wir Silivas besucht. Pastor Nico Gatea aus Ocna Mures kümmert sich um die Menschen, die von allen vergessen wurden. Es herrscht bittere Armut in dem Ort. Nur manche Hütten haben eine Feuerstelle. In den klirrend kalten Karpatenwintern  erfrieren manchmal Kinder hier im Dorf Silivas. Pastor Nico erzählt, dass die Familien in der kalten Jahreszeit Autoreifen verbrennen, um ein wenig zu heizen. Dann wärmen sich Kinder im Rauch des brennenden Gummis. Im EU-Land-Rumänien, keine 1.500 km entfernt.
Pastor Nico versucht, zu helfen. Die Kinder versorgt er einmal täglich mit Nahrung. Bei unserem Besuch gab es einen Hähnchenschenkel mit Brot und Krautsalat, dazu eine Tasse Wasser. Doch Nicos Mittel sind begrenzt. Er betreibt noch zwei weitere Essensausgabestellen in der Umgebung. Daher kommt er nur viermal pro Woche nach Silivas. An den anderen Tagen bekommen die Kinder ein Stück Brot von ihren Eltern – vielleicht! Vielleicht hungern sie auch.
Nicht alle Kinder nehmen am gemeinsamen Mittagessen teil. Manche Eltern schicken ihre  kleinen Sprösslinge mit einem Gefäß zur Essensausgabestelle, um für die ganze Familie Nahrung zu beschaffen. So begegneten uns dreijährige Kinder mit einem kleinen Eimerchen voller Essen und etwas Brot auf dem Weg zu ihren Eltern. Einen Anblick, den wir nicht vergessen werden.
Viele Kinder sind unterernährt. Sie waren noch nie bei einem Arzt und sie sind gegen nichts geimpft. Sie leben im Schmutz. Noch nie haben sie geduscht, noch nie mit Zahnpasta die Zähne geputzt. Ihre Kleidung sind Spenden, die der Verein Hilfstransporte + Waisenhilfe e.V. erhält. Die Kinder besitzen häufig nur das, was sie anhaben. Bei unserem Besuch war es 35 Grad warm. Wie mag es den Kindern gehen, wenn es schneit und –20 Grad kalt ist? Wir können jetzt nachvollziehen, dass einige Kinder die Kälte und den Hunger nicht überleben.
Wir haben mit den Kindern gespielt. Das Miteinander hat einen unglaublichen Eindruck bei uns hinterlassen. Die Kinder sind aufgeschlossen, lassen sich fotografieren und in den Arm nehmen. Sie scheinen fröhlich zu sein, unbeschwert – wie andere Kinder auch. Aber es ist nicht die Unbeschwertheit anderer Kinder. In den Augen der Kinder von Silivas – auch der Kleinsten – können wir erkennen, wie das Leid seine Spuren hinterlässt. Auch wenn sie lachen!
Ohne Pastor Nico haben diese Kinder keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben. Ohne uns kann Nico nicht helfen.
Wir werden wieder kommen – zu den Kindern von Silivas.
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Impressionen von unserem Besuch im Oktober 2015 in Silivas
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Über unser derzeitiges Projekt “Die Dächer von Silivas” berichten wir auf unserer Facebook Seite. Dort teilen wir Euch mit, wie es in den nächsten Monaten weitergeht. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Projekt durch Spenden ermöglicht haben !!!